Small Scale Charts

Here you can find small scale charts for download.

world.topo

The charts are made from either public domain data from naturalearthdata.com/ or from data from openstreetmap.org which is under the Open Database License. The maps can be used and copied freely according to this license. To my understanding, the copyright is held by Openstreetmap and contributors.

The charts are meant for cruisers who still like to have some form of paper chart around, mainly for trip planning purposes. The downloaded files are meant to be taken to the next copy shop and being printed out on A2 paper.

Although the charts should display all hazards to navigation in one form or the other (and please consider everything inside the 200m depth contour a hazard), currently the maps don’t show all obstacles.

Maps are never complete and the ones here are no exception. They are compiled by using crowd sourced data. The data gets better by the contribution of people like YOU. If you find errors, please tell me about it (e.g. in the comments below), so that the next version could be made better.

These maps are in no way useful for coastal navigation. Please always use other means to navigation (like official charts!) to ensure your intended route is clear of obstacles.

By the way, I’d like to introduce you to the OpenSeaMap Project (short: OSeaM). Its goal is to produce a libre and open source nautical chart of the world. Some of the data used in these small scale charts is derived from the OSeaM data. This data is provided by sailors like YOU.  If you have local knowledge, please consider improving the map yourself- it is not that hard to do. Also, if you have gps tracks with depth data, please upload them to depth.openseamap.org. In the long run everyone will benefit from OSeaM. Since we started our circumnavigation on SY THOR three years ago, we use the OSeaM Garmin charts with great success.

hawaii  Hawaii

 

 

 

frzpoly French Polynesia

 

 

 

panama  Central America

 

 

 

galapagos  Galapagos

 

 

 

carribean  Caribbean Sea

 

 

 

azores  Azores

 

 

 

centralatlantic  Central Atlantic Ocean

 

 

 

northatlantic  North Atlantic Ocean

 

 

 

southeastatlantic  South East Atlantic

 

 

 

indiannorth  Indian Ocean North

 

 

 

indianoceaneast  Indian Ocean East

 

 

 

indianoceanwest  Indian Ocean West

 

 

 

southchinasea  South China Sea

 

 

 

marshallislands  Marshall Islands

 

 

 

tasman  Tasman Sea

Happy Divali!

Zwei Drittel der Bevoelkerung in Mauritius sind indischer Abstammung und so wurde auch hier auf der Insel diese Woche das traditionelle Divali-Fest  (https://de.wikipedia.org/wiki/Diwali) gefeiert. Es handelt sich hierbei um das sogenannte Lichterfest, das mehrere Tage dauert und seinen Hoehepunkt am 3. Tag hat, an dem alle Haeuser mit bunten Lichterketten und kleinen Oellampen geschmueckt werden. Schon ein paar Tage vorher werden neue Kleider und neues Geschirr gekauft und die Haeuser auf Hochglanz gebracht. Man beschenkt Nachbarn, Familie und Freunde mit Divali-Sweets und auch wir neugierigen Touristen bekommen Unmengen dieser unglaublich suessen Koestlichkeiten in die Hand gedrueckt.

In Triolet, einer kleinen Stadt zwischen Port Louis und Grand Baie, ist die indische Bevoelkerung am dichtesten angesiedelt und so hatten wir uns zusammen mit Tanya und Oren von der SY Renata fuer diesen Tag ein Auto gemietet, da die Festlichkeiten erst Abends stattfinden sollten und so spaet keine Busse mehr unterwegs sind.

Natuerlich nutzten wir das Auto gleich den ganzen Tag und wanderten in der Frueh erstmal bei sengender Hitze auf den 720 m hohen Corps de Garde (“Wache”). Dort kontrollierte in frueheren Zeiten eine franzoesische Militaerstation die Banden an entkommenen Sklaven auf der Insel.

Danach haben wir uns am Nachmittag noch am Strand den Bauch mit indischen Suessigkeiten vollgeschlagen (ganz nach Divali-Tradition) und abends in Triolet die beleuchteten Haueser, Feuerwerke, indische Livemusik und noch mehr Suessigkeiten, die uns von wunderschoen gekleideten Frauen geschenkt wurden, genossen.

 

Und hier gibt es noch ein paar Fotos der letzten Woche aus Mauritius:

https://www.flickr.com/photos/sailingaroundtheworld/sets/72157648568364278/

Image006

Loctite und die grossen Boote

So, wird wieder einmal Zeit fuer den woechentlichen Report. Nach ordentlichem Gewuerge haben wir den oberen Wirbel der Rollreffanlage demontiert bekommen. Christoph von der Taurus fixierte die 60 cm Wasserpumpenzange am Boden, ich stellte mich auf den Englaender. Endlich gab die Verschraubung nach. Tatsaechlich war das obere Lager durch Ueberlastung geschaedigt. Tiefe Dellen haben sich in die Laufflaechen eingegraben. Wir fanden ordentlichen Ersatz bei der Fa. Engitech. Diese  hatte unser Lager, ebenso wie viele andere Maschinenbauteile in Premiumqualitaet vorraetig, selbst SKF war vertreten, was mir als Unterfranke natuerlich sehr gefallen hat.

Die Suche nach Schraubensicherungslack zur Montage der Ganzen gestaltete sich dann allerdings zum Lustspiel allererster Garnitur. Noch auf dem Rueckweg vom Kugellagerladen fiel mir ein, dass wir ja Loctite benoetigen wuerden. Ich also gleich in den naechstbesten Chinaladen und danach gefragt. Die Dame stellte eine Flasche No-name Kram auf den Tresen- 450 Rupies (11 Euro) fuer 50 ml. Puha, stolzer Preis fuer eine Menge, die ich ja im Leben nicht brauchen wuerde. Ich dachte mir, da guck ich doch lieber nochmal woanders. Ich marschiere also erst einmal weiter. Wie der Teufel will, hatte dann natuerlich keiner der naechsten fuenf Laeden Schraubensicherungslack. Grummel. Bin ich etwa gerade am einzigen Laden in Mauritius vorbeigekommen, der Schraubensicherungslack fuehrt? Ein einziges weiteres Geschaeft hatte dann einen – waren ungefaehr 400 Rupies fuer 10 ml – aaaarg. Die Flasche war schon sehr angegammelt. Letztenendes kaufte ich dann einen Tag spaeter 5 ml fuer 380 Rupies brandneu im Blisterpack im Baumarkt in der Naehe unseres Ankerplatzes. Nachdem dann alles montiert war und wir wieder einmal einen Grossreinemachetag einlegten,  fand ich dann zu allem Uebel noch ein Flaeschchen pipifeinen Schraubensicherungslack in einer unserer Werkzeugkisten sowie im ganz normalen Supermarkt einen Schraubensicherungslack in zwei verschiedenen Staerken um 48 Rupies – famos, famos. Die Story trug jedenfalls sehr zur Erheiterung der in der Anchorage befindlichen Segler bei.

Lange Rede kurzer Sinn, die Rollreffanlage funktioniert jetzt wieder wie neu und dreht sich butterweich.

Neben der Rollreffanlage bastelten wir noch eine Unterteilung fuer unseren Kuehlschrank, damit nicht alles darin herumpurzelt, ein weiteres Gemuesenetz auf der Backborseite wurde installiert, Diesel und Benzin wurden gebunkert, das Vorsegel ging erneut zum Segelmacher- der von ihm fehlerhaft reparierte UV- Schutz wurde nachgebessert. Wassertanks wurden wieder aufgefuellt, Waesche gewaschen usw.

Der Hauptggrund warum wir so lange in Mauritius bleiben, liegt an der World ARC. Die World ARC ist eine Segel-Rally bei der die Teilnehmer ihre Boote in 15 Monaten auf der Barfussroute um die Welt pruegeln. Meist sind die Boote jenseits der 14 m Marke und eben auch dementsprechend schnell. Vor Anker liegt man kaum. Zeit fuer ausgiebiges Eintauchen in fremde Kulturen bleibt nicht, aber jedem das seine.

Der grosse Pulk der ARC kam vor kurzem hier in P. Louis an, in zwei Tagen zieht der Tross (insgesamt 23 Boote) gesammelt nach Reunion weiter. Dort werden dann beide Haefen komplett belegt sein. Normalerweise waere das kein Problem, wir ankern viel lieber in einsamen Buchten, als uns in schmutzigen Hafen- / Marinawassern herumzutreiben, aber leider bietet die Insel Reunion keinen (!) einzigen Ankerplatz. Zum Glueck ist am 1. November der Spuk vorbei – dann verzieht sich der Zirkus weiter nach Suedafrika und wir koennen hoffentlich ein Plaetzchen in Reunion finden.

Grand Baie

Seit wir den indischen Ozean befahren ist die Zeit eigentlich recht gut ausgefüllt mit Schiffsreparaturen. Die Propellerwellendichtung ist zur Zeit einigermassen dicht. Der Windgenerator verrichtet im Moment seinen Dienst wieder ohne viel Wehklagen. Beides wurde von uns in Rodrigues repariert. Auf der Fahrt nach Mauritius dann die nächste Baustelle. Die Rollrefffanlage liess sich nur noch ultraschwer einrollen. Eine absolute Katastrophe, wenn man auf offener See von Starkwind ueberrascht wird und dann der Einrollvorgang auf halbem Weg stockt. Das Segel ist dann halb heraussen und kann weder weggerollt, noch ganz abgenommen werden. Die Schaeden am Rigg und Segel sind damit vorprogrammiert. Eine Reparatur duldete deshalb keinen Aufschub.

Nach kurzer Rumturnerei im Mast war die Rollreffanlage dann an Deck. Nach Zerlegen der Refftrommel zeigte sich das Problem. Zwei der drei Lager waren völlig verwittert – da muss Ersatz her. Um die aeussere Lagerschale des Radiallagers herauszubekommen, mussten wir aber professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, diese war nämlich völlig festgerostet. Die Firma Integrity (Integritaet- was fuer ein Name fuer einen metallverarbeitenden Betrieb!) in Port Louis erledigte den Job dann auch schnell und zuverlaessig. Sie besorgten auch gleich neue Lager, sodass wir den Kram am Folgetag abholen konnten. Prima.

Alles wieder zusammenbauen – passt nicht – aaaargs. Eines der Lager hatte nicht die exakte Groesse, weshalb man uns eine kleine Ausgleichsscheibe gedreht hatte. Diese war nun genau 0,4 mm zu dick. Wir also wieder mit dem Bus nach Port Louis…

Eineinhalb Wochen spaeter:
… wir haben endlich wieder alles zusammengedengelt. Ich turne wieder in den Mast, Rollreffanlage ist kurz danach installiert. Hm, bewegt sich zwar eine Winzigkeit leichter, ist aber immer noch superhackelig. Die unteren Lager drehen sich butterweich, die sind ja neu und nicht das Problem. Wie sich herausstellte, scheint das Lager im oberen Wirbel unter Last ganz schoen zu hackeln. Ohne Last, an Deck, ist der Lauf eigentlich seidenweich. Das Problem dabei: um den Wirbel zu oeffnen, braucht man einen 41er Schluessel und einen Schraubstock. Beides ist an Bord nicht vorhanden. Mal sehen was zwei Monster- Wasserpumpenzangen ausrichten können. Wir werden berichten…

Fuer unseren hinnigen Schalthebel ist übrigens endlich Ersatz eingetroffen und war auch recht flott eingebaut. Wir koennen nun endlich wieder mit dem Hebel schalten und muessen nicht direkt am Schaltzug rumfuhrwerken.

Natürlich war nicht nur Arbeit angesagt. Wir unternahmen noch weitere Touren ueber die Insel. Mit Dieter von der Orion mieteten wir ein Auto und gondelten in den Sueden. Eine Teefabrik stand auf dem Programm, eine Rhumerie (Rumfabrik fuer die Nichtfranzosen), eine riesige indische Tempelanlange, der Obst- und Gemuesemarkt in Port Louis und diverse kurze Spaziergaenge durch die pitoreske mauritianische Landschaft. Wegen des vulkanischen Ursprungs ergeben sich wirklich spektakulaere Felsformationen und Bergketten. Und fast jedes Wochenende Grillen am Strand mit den anderen Seglern …

Hier geht’s zu den Fotos unserer Landausfluege:

https://www.flickr.com/photos/sailingaroundtheworld/sets/72157648260855910/

Image088

Wievel Seekarte braucht der Cruiser?

Die Navigation mit elektronischen Seekarten ist mittlerweile Gang und Gaebe. Ich persönlich kenne kein Cruiserboot, das nicht auf Kartenplotter, Tablet und/oder Laptops setzt. Einige wenige haben noch Seekarten als Backup dabei. Auch wir fuhren, zumindest bis Fiji, mit alten Papierseekarten als redundantes System herum. Danach waren diese aber nur mehr mit riesigem Aufwand und für teures Geld aufzutreiben, so dass wir letzten Endes darauf verzichteten.

In Mikronesien war es dann soweit. Wir kamen frohen Mutes im wunderschönen Atoll Puluwat (also am A…. der Welt) an. Jeweils zwei persoenliche Netbooks fuer die Navigation und sonstige Computerei, und zusaetzlich zwei alte Pentium 3 Schleppies als Ersatz. Eines schoenen Tages ging Christines Laptop nicht mehr, und liess sich auch nicht mehr zum Leben erwecken. Die Ersatzlaptops, die bis dahin friedlich in der Hundekoje geschlummert hatten, waren ebenfalls tot- grummel, ein halbes Jahr zuvor haben sie noch funktioniert. In Windeseile waren wir also von 4 Laptops auf nur noch einen funktionierenden Navigationscomputer runter. Eine halbe Woche spaeter machte dieser Zicken und lud nur noch ab und zu. Na prima. Schnell wurden alle Ansteuerungswegpunkte fuer die naechsten Inseln auf alle verfuegbaren Hand-GPSe uebertragen.

Gluecklicherweise hielt der letzte Laptop dann aber doch durch, drei Inseln und zwei Staaten weiter konnte dann ein Neugeraet als Ersatz angeschafft werden. Mit der Installation von Navigatrix ( http://navigatrix.net/ ), einer Linuxdistribution fuer Segler, hielt sich die Neueinrichtung des Navilaptops dann auch zeitlich im Rahmen.

Das obige Beispiel zeigt recht gut, dass es teilweise auch einmal recht schnell gehen kann mit dem Sterben von elektronischen Geraeten an Bord. Auch Ersatzlaptops sollten regelmäßig (z. B. vierteljaehrlich) ueberprueft werden.

Bis wir einen Ersatzlaptop aufgetrieben hatten, fragten wir uebrigens unter den Mitcruisern nach Papierseekarten zum Kopieren. Ein einziges Boot (von vielleicht sechs oder sieben) hatte noch welche an Bord. So konnten wir wenigstens fuer die Ansteuerung von Palau auf Papierkarten als Backup zurueckgreifen. Auch wenn wie gesagt der letzte Laptop dann doch durchhielt, es war ein sehr gutes Gefuehl noch “ein Ass im Aermel” zu haben.

Es waere in obiger Situation wirklich von argem Vorteil gewesen, wenn wenigstens ein Uebersegler an Bord gewesen waere. Uebersegler sind Karten, welche ein grosses Gebiet abdecken und üblicherweise zur groben Reiseplanung genutzt werden. Auf langen Ueberfahrten wurde es bei uns an Bord zur schoenen Gewohnheit die Mittagsposition auf einer schoenen Uebersichtskarte einzutragen (so wie man das eigentlich seit Jahrhunderten auf saemtlichen Seeschiffen gemacht hat). Das ergibt dann einen tollen Ueberblick ueber den Reiseverlauf. Seit einem guten Jahr treiben wir uns nun aber in Gebieten herum, in denen es leider kaum Seekartengeschaefte gibt. Lediglich in Bali waere ein solches gewesen, gefunden haben wir es aber nicht.

Seit nun schon einiger Zeit bin ich im Openseamap (OSeaM) Projekt involviert ( http://openseamap.org/ ). Dort geht es darum in Wikipedia-Manier eine freie Seekarte zu erstellen, die dann fuer alle unter einer offenen Lizenz zur Verfuegung gestellt wird. Auch wenn die Openseamapkarte in den meisten Gebieten noch nicht zur Detailnavigation zu gebrauchen ist, gerade die Tiefenangaben fehlen in den Flachwasserbereichen noch voellig, so sind doch gerade Uebersegler aus
den vorhandenen Daten durchaus den kommerziell erhaeltlichen Karten ebenbuertig. Der oesterreichische Programmierer/Segler Bernhard Fischer hat mit dem SMrenderer ( http://www.abenteuerland.at/smrender/ ) ein tolles Programm geschrieben, welches aus den vorhandenen Daten eine Seekarte zeichnet. Mittels der OSeaM Daten, und den gemeinfreien Karten von http://www.naturalearthdata.com/, gelang dann eine tolle Seekarte, die sich meines Erachtens nach sehen lassen kann.

Hier mal ein Beispiel unseres aktuellen Seegebiets:

indianoceanwestmini

Diese Karten koennen von jedem Fahrtgebiet der Welt erzeugt werden. Ich werde hier in Zukunft immer mal wieder neue Karten zum Download einstellen. Sie liegen im pdf Format vor und sind dafuer gedacht im DIN A2 Format ausgedruckt zu werden.

Wichtiger Hinweis:
Es sollten auch auf diesen grossmassstaeblichen Karten alle Hindernisse fuer die Navigation in irgendeiner Form vorhanden sein. Dies ist aktuell sicherlich nicht der Fall und bedarf bestimmt noch zahlreicher Korrekturen.
Hindernisse fuer die Navigation sollten entweder innerhalb der 200 m Linie liegen, als Kuestenlinie, extra Symbol (Fels etc…) dargestellt werden. Falls jemand da Schnitzer findet, so moege er mir diese bitte per Mail mitteilen. Ich werde den Fehler dann so bald als moeglich korrigieren.

Juristischer Kram:
Die Karten sind natuerlich wie ueblich nicht zur Navigation geeignet. Eine Gewaehr irgendeiner Art kann ich nicht geben. Die Karten sind aus Daten vom Openstreetmap Projekt (openstreetmap.org) und von http://www.naturalearthdata.com/. Die Daten von OSM stehen unter der ODbL, die Daten von NED sind gemeinfrei. Die Karte darf frei kopiert und weitergegeben werden (entsprechend der ODbL).

Auf der Zuckerinsel Mauritius

Wir haben uns ja vorgenommen, einmal in der Woche zu bloggen. Die Zeit verfliegt aber so schnell hier, dass wir schon wieder ein bisschen hinterherhinken. Aber heute hab ich es mir fest vorgenommen (so wie die letzten Tage auch) und versuche hier gemuetlich beim Fruehstueck die letzten zehn Tage in Mauritius in ein paar Absaetzen zusammenzufassen.

Die erste Woche haben wir weitgehend damit verbracht, unsere diversen Ersatzteile zu suchen. Mit teilweisen Erfolgen. Zum Einen braucht man viel Geduld, weil man von einem Laden und einem Dorf zum naechsten geschickt wird und zum Anderen gutes Schuhwerk, weil die meisten natuerlich irgendwo in einem Industriegebiet zu finden sind, wo die Busse auch nicht stehen bleiben.

Die Simmeringe haben wir in Triolet, einem kleinen Ort zwischen Grand Baie und Port Louis gefunden, an Bord sind sie aber leider noch nicht. Die muessen naemlich erst vom Zentrallager ins Geschaeft gebracht werden und das dauert wieder ein paar Tage. Aber gut. Wir haben ja keinen Stress.

Unseren Schalthebel fuer den Motor konnten wir hingegen nicht auftreiben. Zwar waren wir in so ziemlich allen Marinezubehoerlaeden auf der Insel und die haben auch alle irgendeinen Art von Schalthebel, aber halt nicht den richtigen fuer die Thor. Auch ein Ergebnis – festzustellen, dass es das Teil auf der Insel nicht gibt. Also haben wir kurzerhand aus Deutschland ein Ersatzteil bestellt, dass seit ein paar Tagen unterwegs ist. Mal sehen, wann wir es tatsaechlich vor Ort haben. Beim alten Hebel laesst sich naemlich der Gang nicht mehr einlegen, Gas geben funktioniert noch. Wir koennten das vielleicht reparieren, aber der Hebel ist so festgegammelt, dass wir den wahrscheinlich nicht schadensfrei abbekommen und da waer es dann schon gut, wenn wir einen Reservehebel parat haben. Bis jetzt haben wir uns damit beholfen, einfach die Backskiste beim Manoevrieren offen zu haben und direkt an den Schaltzuegen zu schalten, aber das ist auch keine Dauerloesung.

Gestern haben wir uns dann der Genua-Rollreffanlage angenommen, die seit Rodrigues nur noch mehr als schwer zu bedienen ist. Und siehe da, die Kugellager am unteren Ende sind komplett verrostet. Das obere Kugellager konnten wir noch nicht begutachten, weil da erst der Rost mit Desoxidante “aufgeweicht” gehoert, bevor wir da ueberhaupt rankommen. Das erklaert so Einiges. Und wir haben es sogar geschafft, noch am selben Abend unsere Genua beim Segelmacher abzuliefern bzw. war der grad eh im Yachtclub und hat sie mitgenommen. Das Segeltuch selbst ist noch sehr gut in Schuss, nur der UV-Schutz gehoert einmal nachgebessert. Und die Preise sind hier auch voellig in Ordnung fuer solche Reparaturen.

Die Stopfbuchse ist, seit wir uns in Rodrigues ausfuehrlich um sie gekuemmert haben, einigermassen dicht und so koennen wir sicherlich erstmal bis Suedafrika kommen.

Zwischendurch versuchen wir natuerlich auch von der Insel etwas zu sehen. Grand Baie selbst ist zwar sehr touristisch, aber dafuer findet man auch wieder alles fuer einen komfortablen Bordalltag. Wasser gibts kostenlos im Yachtclub, das Ankern ist auch kostenlos und im nahegelegenen SuperU gibt es alles, was der europaeische Gaumen so begehrt. Der Strand ist gesaeumt von Hotels und kleinen Restaurants und fast taeglich findet dort eine Hochzeit statt.

In Pamplemousse haben wir uns einen der aeltesten botanischen Gaerten der Welt angesehen, danach noch ein Stueck Sachertorte im Cafe “Wiener Walzer” und schon wieder war ein Tag rum.

Und wir waren am dritthoechsten Berg der Insel, dem “le Pouce” (812 m), was auf deutsch “der Daumen” bedeutet. Der hoechste Berg ist uebrigens nur ein kleines bisschen hoeher, naemlich 825 m. Wenn man aus Oesterreich kommt, sind das natuerlich im Vergleich zu den Alpen keine nennenswerten Groessen, aber da man hier quasi vom Meeresniveau startet, sehen die Bergketten hier trotzdem sehr imposant aus und der Muskelkater am naechsten Tag hat sich auch ordentlich gewaschen. Die Ausblicke von dort oben sind spektakulaer und es hat uns wieder einmal richtig gut getan.

Waehrend Christian uebrigens beim Zahnarzt war (er hat sich in Rodrigues ein Stueck Zahn abgebrochen), bin ich mit den Crews der SY Kind of Blue und der SY Nae Haessle beim “Aventure du Sucre” gewesen. Dort ist in einer seit 1999 still gelegten Zuckerfabrik ein fantastisches Museum untergebracht, das nicht nur ueber die Entstehung von Zucker informiert, sondern auch die gesamte Geschichte der Besiedlung der Maskarenen aufarbeitet. In einem Tag schafft man es fast nicht, sich alles anzusehen.

Jetzt sind wieder ein paar Arbeitstage eingeplant, naechste Woche wollen wir uns aber auch einmal einen Tag ein Auto mieten und den Sueden der Insel kennenlernen.

Und hier geht es zu den Fotos der ersten zwei Wochen hier auf Mauritius:

https://www.flickr.com/photos/sailingaroundtheworld/sets/72157647599413980/

Image067

Und hier geht es noch zu den letzten Fotos aus Rodrigues, eine unserer Lieblingsinseln bisher:

https://www.flickr.com/photos/sailingaroundtheworld/sets/72157647599143580/

Image010