Auf der Baustelle „Boot“ und ein Test-Segeltörn

Wir haben in den letzten beiden Wochen so viel auf der THOR gearbeitet, dass ich gar nicht dazugekommen bin, hier darüber zu berichten und Fotos zu machen. Aber ich werde jetzt mal versuchen, euch auf den letzten Stand zu bringen.

Da die Aussicht aus unseren Bordluken aufgrund der vielen Einrisse im Glas schon gegen Null ging, haben wir uns überlegt, „einfach“ das Glas auszutauschen.

kein schöner Ausblick

Bei der ersten Luke, die über der Pantry angebracht ist, ging das ganz leicht, weil sie mit zwei Scharnieren befestigt ist und zum Aufklappen geht. Zusätzliche Befestigung dann mittels 4 Schrauben mit Ringmuttern. Sind zum Plexiglasdesigner unseres Vertrauens hingegangen, vier Scheiben nach Maß bestellt und das Glas in der Luke ausgetauscht. Super! Dann dürften ja wohl die anderen drei Luken auch so einfach gehen. Dachten wir …

Das Problem war, dass die restlichen Luken direkt mit Sikaflex an den Kajütaufbau festgeklebt waren. Um das Glas zu wechseln, müssen aber die Rahmen komplett raus, weil das Glas dann dort neu hineingesteckt wird. Hammer, Muskelkraft und zunehmend festere Tritte gegen die Luken halfen da gar nicht. Also musste der Wagenheber her.🙂

mit Köpfchen gelöst...

Mit diesem super-tollen Hilfsmittel (ich glaube, den nehmen wir mit auf die Reise) gelang es uns schließlich, die Luken nach innen zu drücken und die alten Scheiben auszubauen. Natürlich (!) war Rost unter den Luken, weshalb unser gesamter Salon mit Plastik ausgekleidet wurde und eifrig geschliffen und gestrichen wurde. Echt super klasse toll.

sehr gemütlich

Die Farbe gegen den Rost muss natürlich in 2 Lagen aufgetragen werden (1 Tag zum trocknen), dann noch 2-Komponenten-Lack drüber, einen Tag trocknen und dann kam der Regen…    …und Jens, der uns glücklicherweise beim Einbau geholfen hat. Zwischen Regenschauern, Windböen und anderen Unannehmlichkeiten gelang es dann endlich nach 4 Tagen wieder Fenster im Schiff zu haben. Echt schön. Jetzt sieht man auch wieder raus!

wir können wieder etwas erkennen!

Ach ja, die große Vorschiffsluke wurde natürlich auch ausgewechselt. Jetzt kann man den Sternenhimmel betrachten, wenn man im Bett liegt. Voll schön.

panorama-fenster in der vorkoje🙂

Die Reling wurde auch – zumindest zur Hälfte – ausgetauscht. Der Rest folgt noch. Auf dem Schrott fand sich ein für unsere Zwecke toll geeignetes Want mit Terminals, das jetzt als Reling dient. Der untere Relingsdraht wird auch noch ausgetauscht, da dieser aber als Isolierung dienen soll, brauchen wir schon einen Draht mit Plastikummantelung. Schaut super aus und hält! Der neue Windschutz fürs Cockpit wurde auch gleich mitmontiert.

schick, oder?

Dazwischen werden immer wieder Teilbereiche an Deck besandet. Alles auf einmal geht zum Einen wegen dem Wetter hier in Kiel nicht und zum Anderen muss man ja auch wieder vom Schiff können… Und diese Farben brauchen echt ziemlich lange zum Trocknen. Auch wieder 2-K-Lack. Besandet mit Vogelsand, um einen Anti-Rutsch-Belag damit herzustellen. Funktioniert wunderbar!

in "mediterranean white" gestrichen

In der vorigen Woche bekamen wir Besuch von Christians Mama Annetraud und seinem Onkel Robert. Segeln stand am Programm! Wir waren schon neugierig, was der neue Anstrich des Unterwasserschiffes denn nun an Geschwindigkeit bringen würde. Und es war suuuuuuuuuuuuuuper!!! 7,4 Knoten – echt schnell für ein 10,5 t-Stahlstiff aus unserer Sicht😉 Am Ankerplatz vor Maasholm ging dann noch die alte Starterbatterie für den Motor ein, aber vorsorglich hatten wir die neue schon mit an Bord. Also noch schnell vor dem Ablegen die Batterie ausgewechselt.

Am Vorabend wurde – auch vor Anker – unser neuer Windpilot installiert! Wir sind total froh, wieder ein neues Crew-Mitglied zum Rudergehen dabei zu haben🙂 Hier hat uns Peter Förthmann von der Firma WINDPILOT echt super unterstützt und uns einen gebrauchten / aber fast neuen Windpiloten zusammengebastelt. Danke schön noch einmal! Die Anlage steuert ohne Fehler und ist uns eine große Hilfe bei langen Überfahrten.

höchst konzentrierte Arbeit

Christian freut sich

der Windpilot steuert, wir können uns entspannt zurücklehnen

Dann von der Schlei nach Marstal, wo wir einen zusätzlichen Hafentag einlegten, um auch mal ein bisschen Urlaub machen zu können.

Mit Hilfe von Annetraud und Robert konnten wir jetzt auch noch den Salon verschönern. Unser Voreigner hatte überall schöne Holzleisten angebracht, war aber wohl gegen Ende hin nicht mehr dazugekommen, die alle abzurunden und zu lackieren… Das wurde jetzt von der Crew der letzten Woche erledigt, alles schön geschliffen und lackiert.

jetzt schaut's wieder besser aus🙂

Wieder zurück in Kiel hat sich Christian jetzt daran gemacht, ein AIS Radar einzubauen. Jetzt sehen wir schon am Bildschirm wenn die Schwentine-Fähre einfährt und brauchen gar nicht mehr rauszuschauen (obwohl das jetzt mit den neuen Luken natürlich wieder ganz einfach ist).

Neue Segel sind bei einem Segelmacher in Kiel bestellt, sollten in ca. 3 Wochen fertig sein. Dann noch der Windgenerator und die Solarmodule und Ende Juni gehts los!!!!!

Christine

Zum Schluss noch ein paar Bilder vom Segeltörn – mit dem Klick auf das Bild startet die Diashow!

Rauschefahrt nach Dänemark

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