Good bye Germany

Wir sind seit Freitag um 5 Uhr in der Früh in Den Helder (NL). Die ersten Nachtfahrten führten uns von Cuxhaven nach Borkum und dann von dort weiter nach Den Helder. Ging alles ganz gut, obwohl wir immer wieder Flaute hatten, der Wind doch wieder von vorne kam und man sich erst mal an den 3-Stunden-Rhythmus Schlafen / Wache gehen gewöhnen muss. Aber wir hatten auch viele Stunden wunderschönes Segeln!

Los ging es am Dienstag Abend zwei Stunden nach Hochwassser von Cuxhaven nach Borkum. Insgesamt 96 Seemeilen in ca. 22 Stunden. Von Borkum haben wir außer dem Hafen nichts gesehen – gleich am nächsten Tag ging es um 4 Uhr in der Früh (Hochwasser – das wird uns noch in Fleisch und Blut übergehen) weiter. Geplant war, so lange zu fahren, bis der Wind von Südost auf Südwest drehen würde. Im Laufe des Tages waren wir uns sicher, es bis Den Helder schaffen zu können. Was uns einen kleinen Strich durch die Rechnung machte, war eine ziemlich ausgeprägte Flaute und Gegenstrom zur Mittagszeit und dann das unbeleuchtete nördliche Fahrwasser nach Den Helder. Da es gerade dunkel wurde, war es doch zu riskant, eventuell eine Tonne zu rammen, weshalb wir den Umweg über das südliche Fahrwasser nehmen mussten. Zu der Zeit drehte dann auch schon der Wind auf Südwest, wir mussten die letzten paar Stunden gegenan motoren und waren erst um 4.30 Uhr in der Früh im Hafen.

Zur Hafeneinfahrt selbst kann nur gesagt werden – ein echter Krimi! Alles beleuchtet wie zur Hauptöffnungszeit des Salzburger Christkindlmarktes und dann soll man noch die Hafeneinfahrt finden🙂 Mal vorsichtig über Funk beim Den Helder Traffic Center angefragt, ob diese zwei roten senkrechten Lichter übereinander jetzt eine Hafensperre bedeuten (so stand es im Revierführer), aber alles ok: „You can come in, Ma’am“…. (früher wurde ich noch mit „Miss“ angesprochen, naja…) Mithilfe von GPS, elektronischer Seekarte und Papierkarte schafften wir es dann.

Die letzten zwei Tage war dann stärkerer Wind aus Südwest angesagt – genau die Richtung, in die wir hinwollen. Also im Hafen bleiben🙂 Haben dann gestern noch einen schönen Ausflug auf die Nachbarinsel Texel gemacht und so auch etwas von Holland gesehen! War richtig schön und mal ein Tag zum Entspannen!

Unterwegs ist übrigens wieder etwas kaputt gegangen – diesmal der elektronische Autopilot. Sehr praktisch, wenn man eine Nacht durchmotort und nicht alles selbst steuern will. Christian hat sich heute den Tag über beschäftigt, das Teil wieder zu reparieren. Mal sehen ob es klappt. Das Echolot funktioniert mittlerweile auch wieder, wurde während der Kanalfahrt repariert. Schon witztig, dass immer alle Ausrüstungsteile bestens vor Abfahrt funktionieren und sobald man aus der Ostsee raus ist, fangen die Dinger zu spinnen an. Naja, Hauptsache jetzt geht’s wieder!

Das Kochen während der Überfahrten will uns noch nicht so recht gelingen. Alles schaukelt, die Zutaten müssen aus den Schapps mühsam rausgesucht werden und und und… Aber das wird bestimmt noch besser! Alles eine Gewöhnungssache.

Ab Dienstag soll der Wind wieder aus der richtigen Richtung kommen. Morgen überlegen wir, wie es weitergeht. Vielleicht noch ein bisschen durch die Kanäle in Holland fahren, um weiter nach Süden zu kommen, bevor wir am Dienstag mit dem richtigen Wind weitersegeln.

Christine

PS: Bilder folgen, die Internetverbindung ist ziemlich schwach hier!

Ein Gedanke zu “Good bye Germany

  1. Schade, daß wir uns nicht in Amsterdam treffen könne. Ihr seit einen Monat zu spät dran. Unbedingt in Amsterdam niederländischen Krabben probieren
    LG

    Marc und Controlling-Team

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