Ein bisschen Sommer…

Nachdem wir eine Nacht in Dover verbrachten und die Wettervorhersage passte, machten wir uns gleich am nächsten Tag auf nach… ja, eigentlich wollten wir es bis zur Isle of Wight schaffen, aber der Wind kam doch nicht aus der vorhergesagten Richtung … also nach Brighton. Eingecheckt in der „Premier Marina“ nach 12 Stunden Motorfahrt, waren wir eigentlich schon enttäuscht. Heruntergekommene Stege, teure Liegegebühren, Klo und Dusche im Container und nicht mal gratis Internet… das Einzige, was nach Premier Marina aussah, war die Rezeption, aber damit hatte es sich auch schon. Egal, wir wollten ja nur eine Nacht bleiben und es gab ansonsten keine Alternativen.

Gleich am nächsten Tag ging es weiter! Diesmal gleich eine Nachtfahrt, die uns an der Isle of Wight vorbei, bis in die Nähe von Portland brachte. Genauer gesagt in die Lulworth Cove. Über das Nachtsegeln will Christian noch einen eigenen Beitrag schreiben, ich will hier nichts vorwegnehmen. Nur so viel: unser Boot (ich eigentlich auch nicht) mag keinen Hart-am-Wind-Kurs mit Wellen von gegenan und komischen Tidenströmen. Da stampft die THOR, die Crew (ich) ist unmotiviert und wir kommen gar nicht recht weiter. War irgendwie blöd und unbequem.

OK - ein Lächeln für den Skipper

Dafür wurde ich dann aber mit 4 Tagen Ankern in einer wunderschönen Bucht belohnt. Da der Wind nur aus Westen kam, wollten wir abwarten, bis er wieder drehte. Das Wetter war super und das Meer warm genug (16 Grad oder so) um sogar baden zu gehen. Und das bei kristallklarem Wasser, eingebettet in eine Bucht, die lt. Postkarten eine der meistfotografiertesten Orte Englands ist 🙂 Am Tag wimmelte es so vor Touristen am Strand, aber das kümmerte uns wenig. Direkt von Bord ins Wasser springen, mit dem Dingi mal kurz an Land für eine Portion Fish+Chips und am Abend waren wir fast alleine dort. Der Strand für uns alleine. Lagerfeuer und Grillen. Einfach toll!!!

Lulworth Cove
Das mögen wir 🙂

Am Mittwoch ging es dann weiter nach Dartmouth – der angekündigte Nordwind kam zur Überraschung aus Süden und das bei einer Stärke von 0-2 Bft. Da zückt die THOR nicht mal mit der Wimper. Also wieder motoren… Das kann ja so nicht weitergehen! Sobald wir die Biskaya hinter uns haben, wird der Motor nur noch zum An- und Ablegen angemacht. Echt. So ein Quatsch. Die Biskaya ist im Moment noch der einzige Zeitdruck, den wir haben. Lt. der einschlägigen Literatur ist dort vor allem ab Mitte August vermehrt mit starken Stürmen zu rechnen. Zwar ist das auch wieder nur ein statistischer Wert, aber umsonst wird die Empfehlung ja auch nicht sein, von Mai bis Mitte August die Biskaya überquert zu haben. Also – auf geht’s!

In Dartmouth gefällt es uns so gut, dass wir gleich 2 Nächte bleiben. Im Park wachsen schon die Palmen, wir können den Süden zum ersten Mal ein bisschen fühlen – langsam bekommen wir ein Gefühl davon, was uns in den nächsten Monaten erwartet. Zumindest was wir uns so vom Fahrtensegeln vorstellen. Ankern in einsamen Buchten, neue Länder erkunden, die Seele baumeln lassen und einfach genießen!

So, jetzt wollte ich hier Bilder von Dartmouth einfügen und stelle fest, dass die weg sind. Nicht auf der Speicherkarte? Nicht auf der Kamera? Wie hab ich das geschafft????

Aber natürlich kommt der Wind jetzt wieder aus der falschen Richtung 🙂 So lange wir nach Westen wollten, kam er in 95 % der Fälle aus WEsten. Also genau von vorne. Das geht beim Segeln nicht. Und jetzt, da wir nach Süden wollen, kommt der Wind aus Süden!!!!!! Das gibt’s doch nicht… WErden wohl noch ein bisschen warten müssen, morgen geht es erst mal weiter nach Falmouth, wo wir dann – vielleicht mit Zwischenstop in Brest – über die Biskaya wollen. Dort kann man sich auch gut verproviantieren, es gibt sehr gute Schiffsausrüstungsläden und gute Wetterberichte! Also dann, morgen heißt es Leinen los nach Falmouth.

Christine

Sonnenuntergänge auf See haben schon was Besonderes an sich 🙂
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3 Antworten auf “Ein bisschen Sommer…”

  1. Nun baut doch endlich einen stärkeren Motor ein und gebt mal ein bisschen Gas. Ich will endlich Fotos von hübschen Bikinimädchen sehen…
    Grummel…

  2. Sooo schade, daß ihr wg. des doofen Windes nicht mehr Zeit für die engl.Südküste hattet. Dartmouth traumhaft 🙂 und : auch andere Boote mögen keine harten Am-Wind-Kurse !!! ich kenn da eines 😉 Haltet durch – seid geduldig und behaltet Eure gute Laune 🙂 sie wird sicher belohnt ! always fair winds vom TRAUMJÄGER

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