Segler-Community

Wir sind in La Gomera angekommen. Nachdem wir Las Palmas verlassen hatten, haben wir kurz in der Marina San Miguel auf Teneriffa Zwischenstopp gemacht. Nach nur zwei Nächten in San Miguel hatten wir von Hotelburgen genug und sind nach Gomera übergesetzt. Aber der Reihe nach:

Nach einer ereignislosen Überfahrt kamen wir pünktlich zum Sonnenaufgang in Las Palmas auf Gran Canaria an. Auf 8 Meter fiel der Anker im Hafenbecken neben der Marina. Kurz darauf kam ein Dinghy längsseits. David von der Rancho Relaxo kam auf ein Bierchen vorbei. Sie wollten demnächst gen Capo Verde ablegen- schön dass wir uns vorher nochmals getroffen haben. Für uns glücklicherweise verzögerte sich ihre Abfahrt dann doch noch, sodass wir sie wenigstens noch ein paar Mal kurz am Steg in der Marina besuchen konnten. Hier der Link zum Blog: http://www.rancho-relaxo.at

Am nächsten Tag verholten wir uns in die Marina. Da am Rezeptionssteg alles voll war, sind wir die erste freie Box angesteuert. Das erste Mal mit Mooring anlegen – hinterher wundert man sich warum man da soviel Schiss vor gehabt hat – Null Problemo. Wir machten uns dann gleich zum Hafenmeister auf, um uns unseren richtigen Platz zuweisen zu lassen. Leider war der eher psychopathisch veranlagt und fand unsere Eigeninitiative gar nicht amüsant. Als Erziehungsmaßnahme mussten wir dann wieder an den Rezeptionssteg und bekamen dann nach ewigem Warten einen Platz zugewiesen. Vom Einlaufen in den Hafen bis wir dann in unserer endgültigen Box waren, vergingen fast VIER Stunden- vielen Dank auch. Wir haben ja sonst nix zu tun. Der Tag war jedenfalls im Eimer. Einziger Lichtblick war ein kurzes Treffen am Rezeptionssteg mit den „Seenomaden“ – ein bekanntes, superliebes österreichisches Seglergespann, die auf einer befreundeten Yacht Urlaub vom Bootsherrichten nahmen und ein sehr unterhaltsamer Sundowner auf der SY Tamora mit Dieter und Silke, ein Seglerpärchen aus Travemünde (http://www.sy-tamora.de). Am nächsten Abend war dann mit der Tamora Pizzabackkurs auf der Thor angesagt. Wiederum sehr gesellig- gerne wieder!

Nach einigen Stadtbummeln in Las Palmas und einem erneuten Großeinkauf fuhren wir dann weiter nach Teneriffa in die Marina San Miguel. Dort trafen wir Tim, Julia und Tiger von der Bumblebee. Diese haben wir seit Bayona immer wieder getroffen und so manche schöne „teatime“ zusammen verbracht. Danke für die schöne Zeit. Ihr toller Warrham Katamaran aus Holz ist wirklich sehenswert. Warrhamtypisch gab es einige ungewöhnliche Details zu entdecken. Die Ruder sind z. B. nur mit Bändseln mit dem Skeg verbunden, auch fehlen Wantenspanner völlig- auch hier kommt nur Flaggleine zum Einsatz.

Proviant für die Atlantiküberfahrt🙂 Iberischer Schinken am Stück... netterweise wurde das "Viech" aber in kleine Stücke geschnitten und vakuum verpackt...

Simone aus Salzburg stieg in San Miguel zu und wir verließen den ungastlichen Ort bald wieder um nach La Gomera weiterzusegeln. Obwohl Teneriffa landschaftlich schon wunderschön wäre, wenn nicht alles so zugebaut wäre…

Blick auf den Gipfel des Teide von der Marina aus - mit 3.718 m Höhe der höchste Berg Spaniens!

In La Gomera angekommen gab es wieder eine große Überaschung, Wir lagen direkt neben der Kalypso. Derk und Carmen trafen wir das erste Mal in Agadir und später auf La Graziosa. Sie wollen ebenso wie wir über den großen Teich. Tags darauf legten sie zu ihrer großen Überfahrt ab, wir wünschen Ihnen alles Gute und hoffentlich sehen wir uns in der Karibik wieder. Am gleichen Tag startete auch ein Rennen über den Atlantik der besonderen Art: die Talisker Whiskey Atlantic Challenge – The World’s toughest Rowing Race… mit Ruderbooten geht es hier über den großen Teich. Wir wünschen allen Teams eine gute und sichere Überfahrt. Die Bilder sprechen für sich… Große Hochachtung unsererseits!!! http://taliskerwhiskyatlanticchallenge.com/

High tech Boote im Kleinformat

La Gomera ist die grünste Insel die wir bisher auf den Kanaren vorfanden. Im Gegensatz zu San Miguel gibt es hier auch eine schöne alte Ortschaft mit Geschäften um die letzten Besorgungen vor der Überfahrt zu machen. Ein Treffen mit der Tamora endete in den frühen Morgenstunden – auch hier nochmal vielen Dank – war ein super Abend! Ein paar Boote weiter liegt die Timpetee. (http://www.timpetee-und-wir-auf-grosser-fahrt.de/). Auch sie haben wir seit Portimao mittlerweile schon mehrfach getroffen- wir haben eben alle das gleiche Ziel und so kommt es einem gerade wirklich vor, als ob die Welt doch sehr klein ist und wir immer wieder auf die gleichen Leute stoßen.

Wir sind ein großes, schwimmendes Dorf welches sich eben langsam von Nordeuropa nach Süden bewegt hat. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind es zumeist wunderbare Begegnungen, die eben das Salz in der Suppe darstellen.

3 Gedanken zu “Segler-Community

  1. Hey ihr Zwei!

    Vielen, vielen Dank für den gastfreundlichen Empfang auf der Thor, das tolle Segelerlebnis nach Gomera, Übersegelung von 2.000 Metern Tiefe (auch wenn ich kein Foto davon hab…)😉, die netten Bekanntschaften, den einsamen Seifenbläser – äh – Flötenspieler von Gomera, vieles mehr und alles andere! Hat mich sehr gefreut, Euch wiederzusehen und ein paar wunderschöne Tage mit Euch zu verbringen!

    Alles Gute für die Überfahrt, die Ihr – wie ich vermute – bereits angetreten habt! Wehe Ihr rammt die hübschen Zwillinge!😉

    Wünsch Euch weiterhin alles Gute und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel – oder umgekehrt!😉 oder wie auch immer!😉

    Hugs!
    Simone

    PS.: Wie geht’s denn dem Wimpel? Is er wieder gehisst?😉 Aufpassen drauf – iaz muß er wohl a Jahr halten!😉

  2. Hoert sich alles sehr toll an. Man sagt ja ’seven degrees of separation‘- in Neuseeland sind es ‚three degrees of separation‘ und unter Seglern wahrscheinlich ‚zero‘- da kenns ja wohl jeder jeden.

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