Admiralty Bay – Bequia

Das war vielleicht eine Überfahrt! Für die 56 Seemeilen brauchten wir gute 19 Stunden. Eigentlich haben wir ausgerechnet, dass wir die Strecke locker in  12 Stunden schaffen würden. Sind daher um 5 Uhr in der Früh aufgestanden und um 6 Uhr waren wir schon unterwegs. Um 18 Uhr bei Einbruch der Dunkelheit wollten wir in Bequia sein…. Zwar hatten wir guten Wind mit ca. 5 Bft., aber was wir gar nicht einkalkuliert hatten, waren die starken Gezeitenströmungen (haben wir dann in der Seekarte bei der Überfahrt erst entdeckt, ups…). Bei der Abfahrt hatten wir die ersten Stunden Flaute (Landabdeckung von St. Lucia) und eine Strömung mit 2 Knoten gegenan, konnten nur mit Motorunterstützung weiterkommen. Und da auch nur langsam. Dann zwischen St. Lucia und St. Vincent konnten wir ganz gut segeln. Zwar etwas hohe Welle von der Seite, aber war nicht so schlimm. Im Lee von St. Vincent hatten wir dann Flaute durch die Landabdeckung – also wieder Motor an. Und dann schon wieder irgendeinen Strom, der uns langsamer machte. Ok, die Schraube ist auch schon etwas bewachsen, aber das kann nicht 2-3 Knoten langsameres Fahren ausmachen?

Kurz vor Bequia hatten wir dann den Strom plötzlich aus der richtigen Richtung und wir sind mit 6-7 Knoten dahingerauscht. Da war es aber schon dunkel und wir waren froh, dass uns das Mondlicht geholfen hat, in die Bay und zu unserem Ankerplatz zu finden! Also fürs nächste Mal werden wir uns vor der Abfahrt noch den Zeitpunkt von Hoch- und Niedrigwasser anschauen, hihi… Obwohl es natürlich bei einer solchen Strecke und unserem doch etwas langsamen Schiff eh nicht möglich ist, die Strömung immer aus der richtigen Richtung zu bekommen.

Ach was ich noch vergessen habe, zu erzählen: an diesem Tag hat es aus vollen Kübeln geschüttet!!! Und das hatten uns die Grib-Files nicht gesagt, sonst wären wir nicht losgefahren…

fast wie Ostsee-Segeln

Die Ankerplatzsuche war noch einmal nervenaufreibend. Hier liegen sicher wieder an die hundert oder mehr Boote in der Bucht vor Anker oder an Mooringbojen. Aber um 00:30 Uhr lagen wir dann sicher vor Anker. Fielen dann auch gleich todmüde in die Kojen, es war ein langer Tag gewesen.

Am nächsten Morgen wurden wir schon um 7 Uhr von einem Boat-Boy geweckt, der uns Brot verkaufen wollte. Da konnten wir aber auch gleich mal die Umgebung checken – wir ankern in türkisestem Wasser! Palmen und kleine Restaurants säumen das Ufer und beim Einklarieren und dem damit verbundenen Gang durch die Stadt begegnen wir nur freundlichen Menschen!

Port Elizabeth ist ein echt nettes Städtchen

Gestern haben wir auch unsere erste live Steel-Band gehört. Das kann man nicht beschreiben, sondern muss es gesehen bzw. gehört haben (leider haben wir keine Videokamera)!  So habe ich mir die Karibik vorgestellt – hier sind die Palmen noch grüner, das Wasser türkiser und die Sandstrände noch weißer🙂 Ein bisschen zu viel los ist mir hier aber schon noch. Ich freu mich, wenn wir noch weiter in den Süden kommen und die Charterboote weniger werden.

auch hübsch

Wir werden morgen noch einmal Wasser, Diesel und frisches Obst und Gemüse bunkern – dann geht es weiter. Vielleicht vorher noch in die Friendship Bay in den Süden und dann die nächste Insel Canouan. Freuen uns auch schon voll aufs Schnorcheln bzw. Tauchen, im Segelführer ist in jeder Bucht mindestens ein sehenswertes Riff, dass man unterwasser bewundern kann.

Bis demnächst!

5 Gedanken zu “Admiralty Bay – Bequia

  1. Es gibt dort auch ein Schildkröten-Resort – Aufzuchtstation, solltet ihr euch vielleicht anschauen, bevor ihr weitersegelt. Der Rumpunsch muss ja auch aus dem Kopf vom Pink Panther aus St. Lucia – wie ich gehört habe! Big Brother is watching you…..

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