In der Nubulekaleka Bay

Wieder ist eine Woche vergangen seit dem letzten Eintrag und es gibt wieder ein kleines bisschen was zu erzählen. Wir haben uns in der Zwischenzeit vom Haupthafen in Suva in die sehr ruhige Nachbarbucht in der Nähe der Stadt Lami verlegt. Hier liegen wir vor dem schicken Tradewinds-Hotel, geschützt vor allen Windrichtungen und Schwell und genießen die Ruhe. Das Wasser ist leider noch immer nicht einladend genug zum Schwimmen, aber wahrscheinlich sind wir schon nächste Woche unterwegs zu den Outer Islands von Fiji. Wir warten hier noch auf die KIRA, die hoffentlich Montag oder Dienstag hier eintrudelt. Was für eine lange Überfahrt für die beiden!

In der Zwischenzeit haben wir uns Suva gegönnt, was auch sehr spannend war. Wir waren im Kino, das modernst mit mehreren Kinosälen ausgestattet ist und aktuelle Hollywood- und Bollywood-Produktionen zeigt. Der unglaubliche Eintrittspreis für zwei Personen betrug 5,50 EUR! Da gehen wir am Wochenende sicher noch einmal oder zweimal hin. So macht das Spaß.

Im Fiji Museum waren wir auch – klein aber fein. Es waren tolle traditionelle Kanus ausgestellt und Artefakte aus der Besiedlungsgeschichte von Fiji. Natürlich inklusive aller Informationen zum Kannibalismus. Keine Sorge, der letzte Mensch wurde hier 1960 oder so verspeist. Wir sind also sicher.

Die Geschäfte sind hier alle fest in indischer Hand. Man bekommt eigentlich alles, was das Herz begehrt. Etwas gewöhnungsbedürftig ist es, dass in jedem Laden die doppelte Anzahl an Verkäufern zu finden ist wie beispielsweise in Österreich oder Deutschland und auch wenn man sich nur mal ein bisschen umschauen möchte, wird man Schritt für Tritt von einem Angestellten verfolgt. Ist das reine Hilfsbereitschaft oder haben sie Angst, dass wir was klauen? So wird der Einkaufsbummel ein bisschen anstrengend. Obwohl es so viel zu sehen gibt – es werden wunderschöne indische Saris in prächtigen Farben angeboten und vor allem auch sehr viel Schmuck. Und nicht zu vergessen, alles was es an Elektronikartikeln gibt, findet man hier in Suva. Zufällig ist nämlich auch letzte Woche unser Inverter, der 12 Volt in 220 Volt umwandeln kann, eingegangen. Glück im Unglück, dass wir gerade in Suva waren. So konnten wir relativ rasch Ersatz finden – zwar etwas teurer als in Europa, aber immer noch ok.

Der öffentliche Markt ist auch sehr beeindruckend, in den meisten Supermärkten kann man auch gar kein Obst und Gemüse kaufen (und wenn, dann völlig überteuert). Interessanterweise sind wir meist die einzigen Ausländer dort, auch in der Stadt kann man die Touristen, die man an einem Tag sieht, an 10 Fingern abzählen. Dabei ist es auch durchaus spannend, mehr von einem Land kennen zu lernen als nur seine Palmen und weißen Sandstrände. Wobei wir uns darauf natürlich auch schon wieder freuen. Die Sache ist nur die, dass die nächsten Inseln mindestens eine Nachtfahrt entfernt sind und es sich nicht wirklich lohnt, nur für 2-3 Tage dorthin zu segeln und dann wieder nach Suva zu kommen. Das passt also schon so und insgesamt werden wir hier rund 2 – 3 Monate sein. Also noch genug Zeit für Spaß am Strand.

Suva ist die Schul- und Universitätsstadt von ganz Fiji und auch von den benachbarten Inselstaaten wie Tonga kommen die Studenten in die Hauptstadt. Die Bevölkerung ist also echt bunt gemischt, das gefällt uns. Fiji gehört übrigens schon zu Melanesien, die Menschen sind hier etwas dunkelhäutiger als in Polynesien und haben dichtes krauses Haar. Dank der christlichen Missionare ist der Kleiderstil höchst konservativ, die Frauen tragen meist Röcke, die mindestens übers Knie gehen, Schultern bedeckt, die Männer tragen traditionell den Sulu – einen Wickelrock – und nur selten sieht man mal jüngere Mädels mit kurzen Hosen. Und der Sonntag ist hier auch heilig. An jeder Ecke steht eine Kirche irgendeiner anderen christlichen Konfession, es gibt aber auch Hindu-Tempel und Moscheen.

Heute haben wir mal Lami etwas näher unter die Lupe genommen. Die Preise im Supermarkt sind noch billiger als in Suva, Christian hat einen neuen Haarschnitt beim Friseur für umgerechnet 1,60 EUR bekommen und dann haben wir uns noch einen gepflegten Sundowner in der Hotelbar direkt vor unserem Ankerplatz gegönnt. Es geht uns also wie immer bestens. Das Wetter nervt noch etwas – wir hatten bisher erst 2 Tage Sonnenschein oder so, im Moment regnet es auch gerade wieder. Zum Glück haben wir uns von der SY Mahina wieder viele gute Filme ausleihen können, für Unterhaltung ist also gesorgt.

 

 

3 Gedanken zu “In der Nubulekaleka Bay

  1. Schön zu lesen, dass es euch gut geht. Wunderschöne Bilder und Berichte. Da bekommt man Fernweh. Alles Gute weiterhin. Ganz liebe Grüße aus der kalten und nassen Heimat. PAPA

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