Bua Bay – Vanua Levu

Nach einer Woche in Savusavu haben wir uns am Donnerstag wieder auf den Weg gemacht. Wir wollen bald weiter nach Vanuatu und darum werden wir jetzt in den nächsten zwei bis drei Wochen über die Yasawas und Mamanucas nach Lautoka segeln, um von dort auszuklarieren.

Savusavu – die beste Stadt der Welt? Obwohl nach deutschen Maßstäben nur ein Weiler, ist Savusavu für fijianische Verhältnisse eine Metropole. Es gibt in konzentrierter Form in einer Straße alle Läden, die der Segler so braucht, angefangen vom Fleischer über eine kleine Wäscherei bis hin zu mehreren Supermärkten und dem Obst- und Gemüsemarkt. Am Ufer liegen die zwei Marinas, die gemeinsam die Bucht mit Mooringbojen besetzt haben und dazwischen gibt es noch ein paar Restaurants für jeden Geschmack. Die Mooringbojen sind auch gar nicht so schlecht in diesem Fall, weil durch Ankern gar nicht so viel Platz wäre und man für wenig Geld (umgerechnet 4 EUR pro Nacht) auch die Marinainfrastruktur wie Dinghidock, Süßwasser, Tiefkühltruhe und heiße Duschen nutzen kann. Es war also gar nicht einfach, dieses nette Örtchen so schnell wieder zu verlassen.

Aber schon in der ersten Ankerbucht, in der wir danach waren, wussten wir wieder, warum wir unterwegs sind. Wir waren das einzige Boot in der großen Bucht, morgens wurden wir von fröhlichem Vogelgezwitscher geweckt, es gibt wieder kein Internet und wir können uns wieder aufs Segeln und die Natur um uns konzentrieren.

Die Strecke zu den Yasawas legen wir nun auch wieder in Tagesetappen zurück, nur heute steht eine Nachtfahrt an, um morgen in der Blauen Lagune anzukommen. Dort wurde tatsächlich der gleichnamige Film mit Brooke Shields gedreht und angeblich reden die Dorfbewohner noch heute von ihr. Wir werden uns das also auch einmal ansehen.

Eine blöde Geschichte ist uns vorgestern noch passiert, als wir innerhalb der Lagune von Nasasoni Point Richtung Bua Bay segelten. Es war eine leichte Brise von hinten, wir hatten also im Nu unseren Blister oben und segelten ohne Welle ordentlich schnell dahin. Leider hatten wir gar nicht damit gerechnet, dass wir sooo schnell sein würden und hatten halt das Dinghi noch hinter der Thor hergezogen. Bis fünf Knoten bei null Welle eigentlich kein Problem. Nachdem der Tacho langsam von 5 auf 6 und dann sogar auf 7 Knoten kletterte, war es dann soweit. Unser Dinghi ging wieder mal auf Tauchgang. Durch die hohe Geschwindigkeit saugt sich der hintere Teil des Dinghis nämlich im Wasser fest, schnell läuft das Bananaboot dann voll und geht unweigerlich irgendwann unter. Und so mussten wir erst mal alle Segel bergen (hatten natürlich auch noch das Groß gesetzt, weil das ja noch cooler ist) und das Dinghi aufs Vordeck winschen. Christians neue Flip-Flops waren wieder verloren, aber anso
nsten war noch alles da. Sobald wir also unser Thörchen gerettet hatten, wurde der Blister wieder gesetzt und wir fetzten wieder weiter. Echt ein cooler Segeltag. Dann auch noch ein Riesenfisch an der Angel! Leider handelte es sich um einen großen Barrakuda, den wir wieder laufen ließen. Schließlich sind diese Fische am ehesten Ciguatera (Fischvergiftung) verseucht und dieses Risiko wollen wir nicht eingehen.

In der Bua Bay kamen wir dann noch knapp vor Sonnenuntergang an, die Riffe waren aber zum Glück noch einigermaßen zu erkennen und mit Hilfe der Google Earth Karten war das Ankern auch kein Problem. Gestern warteten wir hier dann einen Winddreher aus Westen ab und heute Nachmittag starten wir dann zur Blauen Lagune in den Yasawas Inseln.

6 Gedanken zu “Bua Bay – Vanua Levu

    • Naja, ist ja nicht so das unser Dinghi alle Nase lang untergeht. Sollte sich allerdings der aktuelle Trend weiter fortsetzen, dann denke ich nochmal über ne Schnur nach –😉.

    • Hey Jens, hm… das ist wirklich eine gute Idee🙂 hier kosten neue Flipflops auch so viel wie ein neuer Karabiner, es hätte sich also jetzt schon rentiert. Aber dann ist es in der Ausführung natürlich immer wieder etwas kompliziert – wer schnallt schon seine Galoschen an, nachdem er sie ausgezogen hat? LG, C+C

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