Eine Woche unterwegs …

Die ersten vier Tage seit unserer Abfahrt in Luganville sind wir ganz gut vorangekommen, in den letzten Tagen machen uns aber nächtliche Squalls und Wind aus Norden ein bisschen zu schaffen. Von gestern auf heute konnten wir genau 27 Seemeilen gutgemachte Strecke verbuchen und auch jetzt wechseln sich heftige Böen in den Squalls mit Schwachwind aus Norden ab. Da wir aber Richtung Äquator unterwegs sind, haben wir genau mit diesem Wetter gerechnet – kennen wir ja schon von der Strecke Panama-Marquesas und wir nehmen das ganze Wettergeschehen eher gelassen hin. Solange sich in unserer Nähe kein Sturm entwickelt, sind wir zufrieden. Haben ja keine Eile.

Mit dem Fischen waren wir auch schon wieder erfolgreich. Eine schöne Goldmakrele hat uns Frühstück, Mittag- und Abendessen für vier Tage beschert. Da wir ja keine Gefriertruhe an Bord haben und auch das Einkochen bei der oft konfusen See keinen Spaß machen würde, gibt es halt dann einfach Fisch satt in allen Variationen. Dieser Tage zum Beispiel mit Spaghetti in Tomatensauce, als Aufstrich, mit Gemüse und Reis, einfach gebraten mit Salzkartoffeln oder als Backfisch.

Abgesehen von den etwas unüblich häufigen Segelmanövern wie Ein- und Ausreffen und die eine oder andere Wende von Zeit zu Zeit, verschlingen wir wieder stapelweise Bücher und unterhalten uns mit neuen Filmen, die wir in Vanuatu mit anderen Yachten austauschen konnten. Was die Bücher angeht, hab ich unseren Stauraum an Bord fast schon etwas überstrapaziert – ich denke aber, dass es in Mikronesien einfach nicht viele Yachten zum Büchertausch geben wird.

Morgens um 7 Uhr sind wir täglich auf einer kleinen deutschsprachigen Funkrunde angemeldet, dort gibt es dann von allen die Positionsmeldungen und abgestimmt für die jeweilige Yacht das aktuellste Wetter. Irgendwie ganz nett.

Im Übrigen klettert nun die Außentemperatur ständig nach oben und auch die Luftfeuchtigkeit nimmt wieder ordentlich zu. Da war es im Vergleich dazu in Fiji und Vanuatu richtig angenehm. Das ist uns aber trotzdem lieber, als jetzt wieder ins kalte Neuseeland zu segeln. So schnell wollen wir nicht wieder weg aus den Tropen! Die Wassertemperatur ist übrigens auch schon ganz schön gestiegen, eine richtige Abkühlung bringt die Dusche mit der Pütz am Seitendeck nicht mehr wirklich.

Aktuell haben wir noch ca. 800 Seemeilen bis Kosrae vor uns, unsere Position aktualisieren wir ca. alle zwei Tage im Positionsreport – ihr könnt unter dem Menüpunkt „Positionsreport“ auf unserem Blog also quasi mit uns mitsegeln.

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