Ant Atoll

Das Ant Atoll liegt nur 25 Seemeilen von der Stadt Kolonia entfernt. Da es sich in Privatbesitz befindet und die Besuchsgebühren recht happig sind, verirrt sich kaum ein Boot hierher. Waren wir Anfangs noch vier Boote in der Anchorage, sind wir nun seit einigen Tagen alleine. Seit mehr als 3 Monaten in trüber grünlicher Brühe haben wir endlich wieder Mal glasklares türkises Wasser ums Schiff.

Unsere Freunde Lisa und Paul von dem australischen Boot Lorelei, erstmals haben wir sie vor zwei Monaten in Kosrae kennengelernt, haben uns gleich einen Tag nach Ankunft mit zum Tauchen im Riffpass genommen. Barracudas, Haie, bunte Rifffische und sogar ein riesiger Mantarochen haben sich dort getummelt. Hammer.

Abends gab’s dann auf der Lorelei noch Sushi. Am nächsten Tag fiel dann der nächste Tauchgang leider aus. Paul hatte sich übelst die Hand beim Vorheizen des Petroleumkochers verbrannt. Zum Trost gab es dann Pizza auf der Thor. Leider mussten die beiden dann kurz darauf zurück nach Kolonia um ihr Visum zu verlängern. Behrödenkram. Urgs. Wir werden sie hoffentlich in Yap oder in Palau wieder treffen.

Ansonsten lebt es sich hier vortrefflich. Der ein oder andere Regenschauer füllt unsere Wassertanks bis zum Überlaufen und bringt willkommene Abkühlung. Am Strand trifft man ab und an auf ein paar Arbeiter die aktuell auf der Nachbarinsel eine Hütte zimmern und deshalb zum Holz machen mit der Stihl Motorsäge durch den Palmenhain huschen. Netterweise bekommen wir von ihnen dann oft gleich ein paar Trinkkokosnüsse gepflückt. Muß ich doch mühsam vom Boden aus die Kokosnüsse mit einem langen Stock zu Tal befördern, sprinten die Burschen mal eben die Palme am Stamm hoch als wär‘ s nix.

Des Weiteren gibt es immer mal wieder Kleinigkeiten an Bord zu erledigen. Vor kurzem fanden wir in der Bilge noch zwei große Computerlüfter vom Voreigner. Diese wurden jetzt endlich mal aktiviert. 35 °C bei fast Windstille im Boot ist nämlich hier kein Zuckerschlecken. Einer der Lüfter (1,2 Watt) quirlt nun angenehm leise nachts in unserer Vorpiek die Luft durch und der zweite- ein 5 Watt Lüfter Marke MIG-Düsentriebwerk – sorgt im Salon für Wind. Aaaaaah.

Demnächst sollten die Passatwinde wieder recht konstant wehen,wir werden also die nächsten Tage weiter nach Westen tingeln.

Autor: Christian

2 Antworten auf “Ant Atoll”

  1. Das lange Aaaaaaaaaaaaa bei euch ist nachvollziehbar. Hier ist es naß und grau wie im November.
    Wo ist euer nächstes Ziel?
    LG Mama

  2. ….und ich dachte, Du hättest schon mindestens Hornhaut unter den Füßen vom Palme-kraxeln….so als tägl. work-out 😉
    …noch Lüfter v Jürgen ? haste die Bilge doch nicht vorher „ausgeleckt“ 😉
    schickt mal 10°C rüber, dann schick ich kühlenden Wind !
    LG aus dem weiß-gepuderten Norden

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