Labuan Bajo und der Komodo Nationalpark

Eigentlich sind wir ja nur nach Komodo gejuckelt um die Warane zu sehen. Nach einigem Umankern fanden wir im nordöstlichen Hafenausgang ein Ankerplätzchen.  Einmal in der recht touristisch anmutenden Stadt war aber klar, hier dreht sich ja alles ums Tauchen. Gerüchteweise hörten wir schon im Vorfeld ab und an, daß das Tauchen hier ganz gut sein soll, aber nach kurzer Recherche war klar, das hier ist ein Premium- Tauchspot. Eingeweihte, tauchende Leser schmunzeln jetzt sicherlich, irgendwie ist es schon so wie nach Paris fahren und dann bass erstaunt vorm Eiffelturm stehen, aber na ja.

Das Tauchrevier ist nicht ganz einfach und bietet ordentliche Tidenströmungen. Da ist dann recht schnell klar, dass unser übliches Vorghen, also mit dem Dinghi rausgurcken, Ankern und dann mal Tauchen, da nicht geht. Man braucht fast zwingend jemanden der einen am Ende des Tauchganges wieder aufliest. Wir haben also für den Folgetag bei Moritz, der das Komodo Dive Center betreibt, angeheuert. Der Preis stimmte und seine sehr knappe „deutsche“, professionelle Art hat uns auf Anhieb gefallen. Bei ihm und seinem Team fühlten wir uns dann auch immer sicher und professionell betreut. Die Tauchguides waren mit einigen tausend Tauchgängen im hiesigen Naionalpark sehr erfahren und die Bootscrew war superfreundlich und zuvorkommend. Alles in allem eine sehr entspannte Atmosphäre.

Insgesamt machten wir 8 Tauchgänge im Park. Durch die teilweise krassen Strömungen – Festhalten war auf Dauer nicht mehr möglich – stellte sich eine Masse an Fischen ein, wie wir sie bisher noch nie so gesehen hatten. Riffhaie, Schulen von Trevallys, Jacks, Barschen, Moorish Idols und und und. Auch winzige Lebewesen wie das winzige, nur einen Zentimeter große Pygmäen-Seepferdchen, Nacktchnecken, Shrimp und vieles mehr gab es zu bestaunen. Von der Strömung getragen fliegt man am Riff vobei und kriegt den Mund nicht mehr zu. Fast fällt einem der Atemregler raus. Hier haben die Tauchcenterbesitzer mal nicht zu viel versprochen. Alle Tauchgänge waren wirklich Oberklasse.

Witzigerweise trafen wir in unserem Tauchcenter Julie von Taveuni Ocean Sports wieder. Mit ihrem Tauchunternehmen waren wir vor ziemlich genau einem Jahr in Fiji am Rainbow Reef tauchen. Sie ist nicht etwa Fiji untreu geworden, sondern hatte sich einige Wochen Urlaub genommen und war nun ebenso wie wir bei Komodo Dive Center Kunde. Zwei der drei Tauchtage verbrachten wir mit ihr, da konnten wir wunderbar „alte“ Geschichten aus dem Pazifik aufwärmen. Was für ein Zufall.

Einen Nachmittag dann, liessen wir einen Tauchgang aus und guckten uns auf der Insel Rinca die wirklich beeindruckenden Komodowarane an. Die an Urzeittiere erinnernde Exemplare erreichten mit teilweise mehr als zwei Meter Länge schon beeindruckende Ausmaße. Nach der neunmonatigen Brutzeit verbringen die Jungtiere die ersten drei Jahre auf den Bäumen, bis sie groß genug sind um nicht mehr von den älteren Artgenossen aufgefressen zu werden. Danach ist vor den Burschen so gut wie nix sicher. Katzen, Hunde, sogar Wasserbüffel und ausgewachsene Wildpferde werden zur Beute. Die Warane beissen ihre Opfer, und falls diese nicht direkt am Biss verenden, so sterben sie dann Tage später an Infektionen, die durch Bakterien im Maul der Warane in die Wunde einschleppt wurden. Neuere Theorien besagen auch dass die Warane selbst ein Gift im Speichel absondern. Ganz geklärt ist das wohl nicht.

Labuan Bajo selbst war nach Maumere wie schon gesagt recht touristisch anmutend. Ein Tauchshop am nächsten, einige Bäckereien werben mit europäischem Brot, Geldwechsler, Leihmopeds, und Little Italy. Lustigerweise haben sich gerade Italiener seit ein paar Jahren den Ort als Haupturlaubs- bzw. Auswanderungsziel auserkoren und so gibt es dort einige ganz pipifeine Italienische Resaurants am Platz. Wer in Labuan Bajo vorbeikommt, die Pizza Margarita mit extra Käse und Chilliöl bei „La Cucina“ ist unser Top Tip für den Ort. Warum wir in Indonesien nicht immer indonesisch essen?  Weil die letzte richig gute Pizza ungefähr ein Jahr zurück lag – basta!😉

Mittlerweile sind wir aber schon in Gili Air und geniessen wohl das letzte Mal fuer laengere Zeit einen weissen Sandstrand.

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