Endlich ein Stueckchen weiter

Letzten Dienstag haben wir dann wettertechnisch eine Moeglichkeit gefunden, um wenigstens nach Durban zu kommen, ca. 90 sm von Richards Bay entfernt. Zwar mussten wir die ganze Fahrt ueber motoren, aber wir freuten uns, endlich wieder voranzukommen.

Der Aufenthalt in Durban war recht kurz, gerade 3 Naechte, bevor es wieder weiterging. Ein bisschen etwas von der Stadt konnten wir uns aber trotzdem ansehen. Die Ushaka Marine World mit dem groessten Aquarium der suedlichen Hemisphaere stand  am Programm. Zwar geht man als Taucher immer mit etwas gemischten Gefuehlen in solche Anlagen, aber man muss schon sagen, dass sich die Betreiber wirklich Muehe damit gegeben haben. Uns hat es jedenfalls gefallen und unsere Gedanken waren einen Tag nicht mit dem Wettergeschehen beschaeftigt.

Der naechste Tag ging dann komplett mit dem Ausklarieren aus Durban auf. Ich glaube, dass wir das noch nicht erzaehlt haben, aber in Suedafrika muss man tatsaechlich in jedem Hafen Ein- und Ausklarieren. Und zwar das volle Programm mit Hafenbehoerde, Immigration, Zoll und nochmal zurueck zur Hafenbehoerde. Da vergeht die Zeit dann auch ganz schnell – das einzig Gute daran ist, dass es kostenlos ist.

Am Samstag in der Frueh ging es dann fuer uns weiter nach East London. Die Strecke von 262 Seemeilen schafften wir in unglaublichen 44 Stunden. Ueber lange Strecken waren wir dank des Aguhlas-Stromes mit ueber 9 Knoten unterwegs. Das machte es aber auch schwierig die Ankunft tagsueber zu planen. Bei 4 Knoten Stroemung kann man nicht einfach so beidrehen und warten bis die Sonne aufgeht. Da waeren wir an East London schon vorbei. Also eine Nachtansteuerung. Das wuerden wir in den Korallenatollen niemals machen, aber hier befindet man sich ja in wirklich grossen Haefen mit ordentlicher Beleuchtung und so war es auch ueberhaupt kein Problem, nachts anzukommen.

Eigentlich eine sehr gute Ueberfahrt, aber leider mussten wir einen neuen Schaden feststellen. Bei Fahrt unter Motor mit Nullwind ist eine Naht am Gross auf der ganzen Breite aufgegangen. Einfach so. Bei genauerer Betrachtung haben wir jetzt festgestellt, dass sich der verwendete Faden komplett aufloest. Der Segelstoff selbst ist noch gut in Schuss. Das heisst jetzt aber fuer uns, dass wir in Kapstadt unsere beiden Hauptsegel (Gross und Genua) vom Segelmacher nachnaehen lassen muessen. Zum Glueck haben wir noch das alte Gross als Reserve mit, also bis Kapstadt werden wir damit schon noch kommen.

Ein paar Tage werden wir jetzt hier in East London verbringen, bis der Wind wieder auf Ost dreht, dann geht es auch gleich weiter. Schliesslich laeuft am 10. Maerz unser Visum aus.

Ein Gedanke zu “Endlich ein Stueckchen weiter

  1. Prima , dass ihr so flott vorangekommen seit. Fische vom Trockenen aus zu sehen – eine neue Erfahrung. Freue mich über den Bericht und viel weitere. Habt ihr schon mal gezaehlt wieviele es mittlerweile sind?
    LG Mama

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