Tag 6: St. Helena – Azoren

Nachdem wir mit dem Kurs der letzten Tage genau auf die Insel Ascension zugefahren wären, mussten wir heute zum ersten Mal seit 6 Tagen etwas an der Segelstellung ändern. Und zwar haben wir vom Backbordbug auf den Steuerbordbug gewechselt. Wir fahren seit wir aus St. Helena abgelegt sind, mit ausgebaumter Genua. Mal müssen wir etwas reffen, dann wieder ausreffen, aber das wars dann auch schon. Wir freuen uns aber sehr über die ruhigen Bedingungen. Die Wellenhöhe beträgt um die 2 m, wir hatten noch keinen einzigen Regentropfen und der Wind bläst mit ca. 15 Knoten aus Südost. In den letzten 6 Tagen sind wir auch noch keinem anderen Schiff begegnet. Wir genießen also die Ruhe.

Vorgestern haben wir eine kleine Goldmakrele gefangen, die genau die richtige Größe für unsere Pfanne und ein Abendessen hatte. Nachdem wir ja seit Südafrika keinen Kühlschrank mehr haben, hat uns das ausgezeichnet in den Plan gepasst. Das nächste Mal dürfte der Fisch schon etwas größer sein. Er darf ruhig für zwei Tage reichen und deshalb probieren wir weiterhin unser Anglerglück. Im Moment haben wir als Köder einen orange-gelben Fisch mit zwei Haken dran, der vorne mit so einer Plastikplatte versehen ist, damit er auch schön nach unten taucht. Vielleicht probieren wir morgen mal den rosa Oktopus aus.

Das Gemüse aus Südafrika hält sich noch ganz gut, wir haben aus Port Owen und Namibia noch Zwiebeln, Kartoffel, Weißkraut, Zitronen, Äpfel und Orangen an Bord. Heute musste ich einen der Krautköpfe über Bord werfen, weil er leider verfault und schimmlig geworden ist, aber der Rest schaut noch gut aus. Die frischen Sachen aus St. Helena waren sehr unterschiedlicher Qualität. Die grünen Paprika mussten wir schon am nächsten Tage alle entsorgen. Sie waren innen voller Raupen und fingen schnell zu Faulen an. Garantiert ungespritztes Gemüse, super! Die Tomaten und Salatgurken hingegen sind noch top in Ordnung und schmecken klasse. Wird auch noch ein paar Tage reichen. Im Moment lasse ich grad den Teig für ein Vollkornbrot mit Kürbiskernen gehen und da der Ofen dann eh schon an ist, gibt’s zum Abendessen Pizza.

Für alle, die sich übrigens etwas näher für Südafrika interessieren, hab ich einen super Buchtipp: „Long walk to Freedom“ von Nelson Mandela.

Und Christian hat grad ein neues Computerspiel für sich entdeckt: „0 A.D.“ – ein real time strategy Spiel. Scheint recht spannend zu sein, weil er stundenlang damit beschäftigt ist.

Morgen in der Nacht werden wir Ascension passieren, das ist noch ca. 140 Meilen entfernt und vom Äquator trennen uns derzeit noch 940 Meilen.

Alles bestens an Bord der Thor. Leider können wir unterwegs die Kommentare auf unserem Blog nicht lesen, wir freuen uns aber jederzeit über Mails auf unsere Winlink.org-Adresse mit dem Rufzeichen DL3ZFC.

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