Tag 23: St. Helena – Azoren

Die ersten drei Wochen liegen hinter uns und damit 2.270 gesegelte Meilen. Wir haben die Haelfte der Strecke schon geschafft!

Seit drei Tagen segeln wir nun schon im Nordost-Passat. Die Wasser- und Lufttemperaturen sind im Vergleich zum Aequator schon wieder ein paar Grad zurueckgegangen. Der Wind ist noch nicht zu stark, max. 15 Knoten und so koennen wir uns in Ruhe wieder ans Am-Wind-Segeln gewoehnen. Die Squalls sind vorbei und meistens scheint die Sonne. Schon eine Umstellung nach den ganzen Vorwind- und Raumwindkursen. Uns fehlt auch so ein bisschen das optimale Segel dafuer. Wenn der Wind nicht zu stark ist, koennen wir die Genua und das gereffte Gross fahren. Sobald es aber mehr blaest, muessen wir auch die Genua reffen und die steht halt nicht so gut wie eine extra Arbeitsfock. Die Starkwindfock, die wir aber mithaben, ist eine Spur zu klein, die ist eher fuer Wind ab 20 Knoten praktisch. Also waren wir die ersten Tage mit Probieren der richtigen Segelflaeche beschaeftigt. Genua raus, Genua rein, Fock rauf, Fock runter, usw…. Das Gross fahren wir konstant, entweder im 1. oder 2. Reff. Zumindest ist uns gerade nicht langweilig, wir haben gut zu tun. Gnaedigerweise betraegt die Wellenhoehe max. 2 m und so trauen wir uns jetzt taeglich ein bisschen mehr Segelflaeche zu. Wie gesagt, wir muessen uns erst wieder an diesen Kurs gewoehnen. Zu langsam wollen wir aber auch nicht sein.

Es ist auch ziemlich erstaunlich, wie gut wir fuer unsere Verhaeltnisse nach Norden fahren koennen. Oft konnten wir 340 – 350 Grad anlegen. Heute kommt der Wind fast direkt aus Nord, da schaffen wir dann nicht mehr als 300 Grad. Aber damit sind wir schon zufrieden.

Gestern hat endlich wieder einmal ein richtiger schoener Fisch angebissen. Eigentlich hatten wir schon vorgestern einen am Haken, aber der ist uns beim Reinziehen gerade noch einmal entwischt. Aber gestern hat es dann geklappt und wir haben einen Mahi-Mahi (Goldmakrele) gefangen. Da ja unser Kuehlschrank nicht mehr funktioniert, haben wir etwas mehr als die Haelfte gleich in Glaesern eingekocht und die uebrige Portion hat fuer ein ueppiges Abendessen gereicht. Natuerlich haengt die Leine aber schon wieder raus, wir wollen mehr!

Am Heck bilden sich die ersten Entenmuscheln und wir haben einen ziemlich grossen Schwarm kleiner Fische, die sich da am Heck tummeln und uns begleiten. Und eine Begegnung der 3. Art hatten wir heute Mittag, als uns ein riesiger Mantarochen mehrere Minuten lang im Abstand von nur 2 bis 3 Metern folgte. Was fuer ein fantastischer Anblick! Fuer ein Foto hats nicht gereicht, weil sonst waere er bestimmt gleich wieder weggewesen. Das geht uns immer so, also lieber beobachten und sich am Augenblick erfreuen!

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