Der perfekte Segeltag

Am Mittwoch war er dann da, der perfekte Segeltag für uns. Wir starteten gleich in der Früh um kurz vor sechs, nachdem Felix aufgewacht war. Praktischerweise hat er dann nach seinem ersten Frühstück (ein Fläschchen Milch) noch einmal zwei Stunden geschlafen. Das Starten des Motors konnte ihn da nicht im Geringsten beeindrucken. Zum Glück brauchten wir die Motorhilfe aber tatsächlich nur für die elektrische Ankerwinsch und danach hieß es die nächsten zwölf Stunden Segeln!

Der Wind kam wie vorhergesagt mit 3 Bft, obwohl die Richtung nicht ganz stimmte. Es war eher Nordwind und so segelten wir wieder mal hart am Wind – bei geringer Windstärke und null Welle ist das aber auch ein ziemlich angenehmer Kurs für die Thor und wir hatten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 3 Knoten. Das mag den meisten Seglern viel zu wenig sein, aber wir genossen es so richtig. Es ist hier abends sehr lange hell und schlechtes Wetter war für diesen Tag auch nicht angesagt. Warum also nicht gemütliches „Schnuffelsegeln“, wie wir es nennen.

Felix hatte damit jedenfalls seinen Spaß. Keine Spur von Seekrankheit – es wurde sehr viel gespielt, gegessen, getrunken und geschlafen.

Kurz vor Schleimünde, der Einfahrt in die Schlei, machten wir dann doch den Motor an um die letzten zwei Stunden bis zu unserem Zielhafen zurückzulegen. Das Fahrwasser ist auch ganz schön eng und es bildete sich zum Abend hin fast Kolonnenverkehr in die Häfen. Das war so gegen 18 Uhr und Felix war schon wieder im Bett. Das Anlegemanöver hat er komplett verschlafen und so waren auch wir Eltern extrem entspannt. Zwar auch hundemüde, weil so ein 14 Stunden Segeltag einem schon in den Knochen steckt, aber es war wirklich ein perfekter Tag.

Wir waren froh, noch am Abend die Strecke bis Kappeln gefahren zu sein, da ab Donnerstag das Wetter so richtig ungemütlich wurde und seitdem sind wir hier also in der Grauhöft Marina. Kappeln bietet alles, was das Skipperherz begehrt. Es gibt sehr viele Fachbetriebe für Reparaturen aller Art und nachdem auch Freunde von uns quasi gleich um die Ecke wohnen, konnten wir es hier ganz entspannt ein paar Tage aushalten.

Morgen ist der Starkwind aber wieder vorbei und wir wollen uns weiter entlang der Schlei ins Landesinnere bewegen. Schon heute gab es wieder Sonnenschein und wir nutzten den Tag nochmal zum Spaziergang in die Stadt.

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