Binnensegeln

Seit gestern Nachmittag liegen wir vor der Liebesinsel vor Anker und es könnte nicht idyllischer sein. Auf der kleinen Insel mitten in der Schlei sind unzählige Vögel anzutreffen, die Ufer sind links und rechts von Schilf gesäumt und dahinter erstrecken sich grüne Wiesen und Wälder, soweit das Auge reicht. Abends, wenn die meisten Sportboote im Hafen festgemacht haben, wird es einzigartig ruhig und man ist nur noch von den Geräuschen der Natur umgeben.

Das Wetter soll bis Freitag noch sommerlich warm bleiben und wir werden diese Ruheoase bis dahin auch nicht verlassen.

Die Fahrt hierher – ganze zwölf Seemeilen – hat auch richtig Spaß gemacht. Mit zwei Klappbrücken in Kappeln und Lindaunis wurde uns nicht langweilig und dazwischen konnten wir mit Wind von hinten sogar Segeln. Im Binnenrevier der Schlei läuft das ganz ohne Welle und zu viel Schaukelei ab und so war auch Felix wieder sehr entspannt. Vielleicht gewöhnt er sich auch einfach an das Leben auf dem Wasser. Wir wünschen es uns jedenfalls.

Christian hatte vor der Abfahrt in Kappeln noch schnell eine Dose Farbe, Schleifpapier und Aceton gekauft, denn wir wollen das warme Sommerwetter dazu nutzen, das Deck wieder in strahlendes Weiß zu tauchen. Das war schon ein richtiger Fleckenteppich, da wir zwar einzelne Roststellen immer ausgebessert hatten, aber dann natürlich nicht jedes Mal das Deck neu gestrichen haben. Gestern wurde das Dach des Kajütaufbaus schon gestrichen und heute war die eine Hälfte des Decks dran.

Mehr Fotos gibt es, wenn wir in Schleswig sind – Natur sei Dank haben wir hier eine recht schwache Internetverbindung …

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