Unfreiwillige Pause

Im letzten Beitrag hatte Christian ganz gut beschrieben, wie es um das Unterwasserschiff steht und welche Arbeiten als Nächstes anstehen. Wir hatten einen ziemlich guten Terminplan im Kopf, unsere lieben Helfer hatten sich wieder angekündigt und soweit sollte alles nach Plan laufen.

Nach zwei Lagen Primer und einmal Spachteln am Unterwasserschiff, wurde von Christian und mir nochmal geschliffen, eine Lage Primer gestrichen und nach einem Tipp vom freundlichen Bootsbauer Herrn Bartling (www.yachtyard.de) nochmal gespachtelt und geschliffen.

Nicht zu vergessen, dass nach jedem Schleifen der Rumpf wieder mit viel Wasser gewaschen werden musste, bevor wieder eine Lage Farbe oder in unserem Fall Primer draufkommt.

Bernd und Ursel, liebe Freunde aus unserer Kieler Zeit, hatten sich sogar extra vom hohen Norden aus zu uns auf den Weg gemacht, um uns zu besuchen und tatkräftig zu unterstützen. Während Ursel mit einer Engelsgeduld den ganzen Tag mit Felix und Flora am Werftgelände auf und abspaziert ist, haben Christian, Bernd und ich noch die letzten zwei Lagen Primer aufgetragen und auch das Ruder war bereit zum Einbau. So wäre der Untergrund bereit für das Coppercoat gewesen – so der Plan.

Simone und Christian hatten sich schon auf den Weg gemacht, als wir in der Früh nochmal schnell die Anleitung von Coppercoat durchgingen, ob wir den Untergrund richtig vorbereitet hatten und es am nächsten Tag losgehen könnte. Dann ein kleiner Satz im Kleingedruckten -> „Warten Sie sieben Tage mit dem Auftragen von Coppercoat, wenn der Untergrund mit lösemittelhaltigen Produkten gestrichen wurde“. Äh… Leicht panischer Anruf beim Epoxy-Primer Hersteller… Yup, ist Lösungsmittel drin. Mist. Jetzt brauchten wir schnell einen Plan B.

Es war ja genug zu tun und so wollten wir eben die Bordwand fertig lackieren. Dort fehlte auch noch eine Lage Primer und dann sollte es am nächsten Tag losgehen. Fast am längsten dauerte hier noch das Abkleben des Wasserpasses…

Am nächsten Tag wurde uns aber nochmal ein Strich durch die Rechnung gemacht. Ein kleiner Infekt hatte mich erwischt und gleich drauf lagen auch die Kinder mit Fieber im Bett. Somit war also Christian damit beschäftigt uns zu pflegen… Da wir Simone und Christian nicht auch noch anstecken wollten, war für die beiden aus einem Arbeitseinsatz ein langes Urlaubswochenende in Grado entstanden und wir hüteten mit schlechtem Gewissen, da die beiden ja extra für uns angereist waren, das Bett.

Und klar, zwei Tage später war auch Christian angesteckt und so waren wir ziemlich die ganze Woche lahmgelegt. Manchmal ist halt echt der Wurm drin. Unser geplanter Krantermin ist also schon mal eine Woche nach hinten verschoben und dann hoffen wir einfach, dass das Wetter in der nächsten Zeit mitspielt und Christian und ich die beiden Mammutaufgaben „Coppercoat Streichen“ und „Bordwand Lackieren“ auch allein schaffen.

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